Mein Todesangst-, Hysterie-, Paniknotfallkoffer

Fragen, Ängste, und wie man damit umgehen kann.

Mein Todesangst-, Hysterie-, Paniknotfallkoffer

Beitragvon sabine » 24 Jul 2010 23:10

Ich lebe seit 19 Monaten mit meinem Befund. Am Anfang gab ich mir bei pragmatischer(manche Freunde sagen pessimistischer) Einschätzung maximal ein Jahr. Die ersten Wochen habe ich in Angststarre ,heulend, wütend oder in Agonie verbracht. Die Tage waren eine Qual, die Minuten sind unendlch zäh verstrichen. Ich konnte nur noch zittrig gehen , habe mit dem Besteck geklappert wie eine Hundertjährige. Ich hatte Todesangst, Angst vor dem Zerfall, ich wollte sofort sterben um dem allen zu entgehe.
Ich lebe immer noch kann wieder lachen, schlafen, essen, Abwasch machen,Zeit verplempern.... Es ist möglich mit Todesbewußtesein zu leben.
(Vielleicht können das Andere auch ohne Krankheit)
Was hat mir geholfen?
Bei größter Todesangst empfehle ich den Gedanken: Wir sind alle gleich. Alle müssen sterben. (Nur eine Frage des Zeitpunkts)

Geholfen haben mir Entspannungsübungen ( nach Jon Kabat-Zinn) von der CD, damit habe ich gelernt den Moment wahrzunehmen und mich nicht mehr so in der Panik zu verlieren.. Diese CDs sind angenehm unmissionarisch und unesoterisch. Wer gerade keine CD hat, einfach den eigenen Atem betrachten, den Körper wahrnehmen,die Wahrnehmungen betrachten, die Gedanken betrachten und dann wieder den Atem... bis zur Beruhigung.

Wenn das alles nichts hilft: 1 mg Tavor

und weiter durchwurschteln, irgendwann wirds besser.

Liebe Grüße an alle, die es neu erwischt hat
sabine
 
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Re: Mein Todesangst-, Hysterie-, Paniknotfallkoffer

Beitragvon Milton Friedman » 25 Aug 2010 17:42

Tja, Da ist dir wohl nicht mehr zu helfen. Lässt du dich verbrennen oder ins Meer schießen?
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Re: Mein Todesangst-, Hysterie-, Paniknotfallkoffer

Beitragvon Ernst » 28 Aug 2010 14:51

Guten Tag Sabine,

Respekt vor deinem Mut und deiner Offenheit, hier deine (Leidens-)geschichte zu erzählen.

Ich wünsche dir und deiner Familie vor allem viel Kraft, das durchzustehen!

Die Angst ist unser stiller Begleiter, so oder so.

Schlimmer als die Angst finde ich allerdings, so deplazierte und gedankenlose Kommentare zu
lesen wie den vorangegangenen von Herrn Friedman.
Soviel Dummheit und Ignoranz tut ja schon weh. Hoffentlich müssen Sie da nicht mal durch
eine harte Schule gehen, wenn sich das Blatt für Sie wendet. Oder hat es das schon, und
aus Ihren Kommentaren hier spricht verzweifelte Abgestumpftheit?

Alles Gute trotzdem, auch für Sie!

Freundliche Grüße
Ernst
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Re: Mein Todesangst-, Hysterie-, Paniknotfallkoffer

Beitragvon sabine » 28 Aug 2010 22:11

Hallo Ernst,
danke für die Unterstützung. Ich finde kein Profil von Ihnen. Liegt das an meinen Internet-Fähigkeiten? Ist meine Geschichte zu ätzend oder krass dargestellt? Ich wollte von mir erzählen, nicht schockieren. Milton Friedmann stört mich nicht, allerdings frage ich mich auch was jemanden antreibt in seiner Art an diesem Forum teilzunehmen.
Sabine
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Re: Mein Todesangst-, Hysterie-, Paniknotfallkoffer

Beitragvon sabine » 28 Aug 2010 22:14

Hallo Milton,
die Fa. Denk Bestattungen wird das alles regeln.
sabine
 
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Re: Mein Todesangst-, Hysterie-, Paniknotfallkoffer

Beitragvon Alexander66 » 14 Jan 2011 00:09

Es ist wohl offensichtlich manchen nicht ganz klar das KALTSCHNÄUZIGKEIT nicht immer angebracht ist. Es mag vielleicht auch daran liegen, dass ich es vielleicht nicht verstehe, da ich nicht einen "heilbaren Krebs" in mir trage, sondern schicht und ergreifend eine idiopathische Lungenfibrose habe und mit einer Lebenserwartung von (immerhin 12 Monaten) ironischerweise lt. Mitteilung des Transplantationszentrum eine Spenderlunge in Aussicht gestellt bekommen habe. Nur, das Doofe daran ist, das es ca. 24 Monate dauern soll. Also - hier nun meine Frage: Was sollen solche unnützen und verletzende Kommentare bringen?
Alexander66
 
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